„Wie kommst Du eigentlich zu Deinen Ideen?“

Es gibt diese Frage, die wohl jeder Bühnenkünstler im Laufe seiner aktiven Zeit mindestens jeden dritten Auftritt nach der Show von jemandem der Gäste gefragt wird: „Wie kommst Du eigentlich zu Deinen Ideen?“

Nun kann man sich überlegen, ob man wahrheitsgemäß antworten will („Die fallen mir einfach ein“, „Ich hab einen Workshop besucht, der mir entsprechende kreativ-Tricks beibrachte.“, „Ich brainstorme viel und auch wenn 90% der Ideen am Ende für´n Eimer sind, reichen die 10% aus um genügend Output für die Bühne zu haben.“, …) oder ob man gleich hier mit der Kreativarbeit ansetzt und sich etwas ausdenkt.

Bei mir ist es tatsächlich so, dass ich ganz froh bin, wenn ich wie beispielsweise bei unserer Lesebühne eine Textvorgabe bekomme. Das kann ein Thema sein, oder einfach eine Reihe von Begriffen, die eingearbeitet werden muss, gerne auch in ein spezielles Genre. Diese Punkte sind für mich kein einengender Zaun in den ich die Herde meiner Worte pressen muss, sondern eine Art Wegpunkte, anhand derer ich meinen Weg zum Ziel (=fertiger Text) beschreite.

Dennoch ist es so, dass ein großer Teil meiner Textentwürfe nie über eine DIN A4-Seite hinaus kommen und am Ende im Papierkorb landen.

Wäre da noch die eine oder andere Perle dabei gewesen? Mag sein. Ist dies wahrsheinlich? Eher nicht.

Was mich auch noch reizen würde, wären Textarten, die ich noch nicht bearbeitet habe. Eine Trauerrede, eine Trauung, ein Drehbuch, alles Herausforderungen, die noch auf mich warten. Einen Schlagertext habe ich bereits einmal geschrieben, aber das war auch ein Genre, das mir nicht wirklich liegt… das braucht es also nicht mehr zwingend.

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